Der Steinmarder und seine Schäden

Wie kommt der Marder ins Haus?

Steinmarder kommen auf unterschiedliche Weise auf den Dachboden. Bei rauen oder begrünten Fassaden klettern sie einfach an der Wand hoch. Ein Baum oder ein flacher, an das Haus anschliessender Gebäudeteil, eine Garage oder ein Velounterstand, kann den Aufstieg erleichtern. Im Extremfall können sich Marder auch zwischen Fassade und Abflussrohr emporklemmen.Als Einschlupfmöglichkeiten dienen Mauerlöcher, Belüftungsschlitze, de-fekteoder offen stehende Dachfenster, anhebbare Dachziegel oder ähnliches. Ein Lochdurchmesser von 6-7 cm oder ein 5 cm breiter Spalt genügen.

Umgang mit Mardern

Der Marder gehört zur einheimischen Fauna wie der Fuchs und der Hase und bereichert sogar unsere Siedlungen. Er ist ungefährlich und verursacht bei richtigem Verhalten keine Schäden. Beachten Sie deshalb die möglichen Vorkehrungen, damit Sie sich am Marder erfreuen können, sollten Sie einmal das Glück haben, dem putzigen, menschenscheuen Gesellen zu begegnen.Wie alle Lebewesen können Marder von verschiedenen Krankheiten infiziert werden und diese auch übertragen. Die Gefahr, von einem Marder mit einer Krankheit angesteckt zu werden, kann aber als ähnlich klein betrachtet werden, wie diejenige, durch eine Hauskatze oder einen Hund mit einer Krankheit infiziert zu werden.

Gefahr für den Menschen?

Wie alle Wildtiere können Marder krank sein und die Krankheitserreger übertragen. Die Gefahr für den Menschen ist allerdings äusserst klein –weniger jedoch für Hauskatzen und Hunde. Deshalb sollte man sein Haustier regelmässig von einem Tierarzt untersuchen lassen.

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Zur Gebrauchsanweisung

Der Steinmarder ist in ganz Europa verbreitet, nur die britischen Inseln konnte er nicht besiedeln. Dafür reicht das Verbreitungsgebiet des Steinmarders weiter nach Süden und vor allem nach Osten z.T. bis nach Asien. Steinmarder sind die häufigste Marderart Mitteleuropas. der Steinmarder als Kulturfolger in der Nähe menschlicher Siedlungen wie Parkanlagen, Scheuen oder Dachböden. Er bevorzugt buschiges, steiniges Gelände und findet seine Nahrung meist am Boden bzw. in Bodennähe. Er hat die Scheu vor den Menschen fast vollständig abgelegt und ist so immer häufiger in städtischen Umgebungen aus geringer Distanz zu beobachten.

Steinmarder sind vor allem in der Dämmerung unterwegs. Als Tagesversteck mögen sie besonders warme Scheunen und Ställe, aber auch Wohnhäuser werden nicht verschmäht.

Von April bis September können sie als „Poltergeister“ für Ärger und schlaflose Nächte sorgen: Die Spiele und Ausflüge der Jungtiere und die Paarung der erwachsenen Tiere ab September können beachtlichen Lärm verursachen. Steinmarder sind sonst Einzelgänger, die ein festes Revier für sichbeanspruchen, in welchem sie keine Rivalen dulden. Sowohl Rüden (Männchen) als auch Fähen (Weibchen) haben ihre eigenen Streifgebiete. Zur Paarungszeit im Juli und August sucht das Weibchen ein Männchen auf, worauf es zu heftigen, ausdauernden und lauten Paarungsspielen kommt.

Die Nahrung des Steinmarders ist sehr vielseitig. Seine häufigsten Beute-tiere sind Ratten und Mäuse, Hasen, Kaninchen, kleinere Vögel, Insekten, Regenwürmer, aber auch Katzenfutter, Obst und Beeren. Manchmal frisst er auch Speisereste. Nicht zur Nahrung gehören allerdings Plastik und Gummi, auch wenn er als Nachttier in der Dunkelheit aktiv wird und sich unter anderem –zum Entsetzen der Automobilist/innen –an Autos zu schaffen macht. Dabei zerbeisst er vor allem aus Plastik oder Gummi bestehende Teile wie Zündkabel, Manchetten und Isolationen.Dies hat einen anderen Grund: Offenbar gewöhnten sich die Räuber an Autos, die im Winter im Motorraum warm sind und in die sie sich zum Beispiel vor Hunden flüchten können. Am gefährdets-ten sind Personen, die zwischen unterschiedlichen Orten pendeln und über Nacht ihr Fahrzeug abstellen. Sind an beiden Orten Marder im Fahrzeug, so versuchen die Tiere ihr Revier zu verteidigen und Beissattacken sind die Folgen.

Schutz vor Mardern...

Schutz vor Mardern im Haus

...im Haus

Wenn der Marder aus dem Haus muss, gibt es prinzipiell zwei verschiedene Möglichkeiten: Aussperren oder Vergrämen (Vertreiben). Der Wegfang des Tieres nützt nichts, da sein Revier gleich darauf neu besetzt wird. Der Nachfolger orientiert sich an den Duftspuren des Vorgängers und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselben Unterschlüpfe nutzen.

Herumliegenden Kot und Beutereste kann man hin und wieder entfernen. Eine wasserdichte Auflage an den Kotplätzen verhindert, dass der Urin in den Boden eindringt. Antennenkabel sollten vorsichtshalber an der Wand entlang verlegt oder mit festem Material ummantelt werden, damit der Marder nicht hineinbeissen kann. Schäden an Isolationsmaterialien können vermieden werden, wenn sie von vornherein durch eine reissfeste Auflage oder Abdeckung geschützt sind.

Wenn Sie dem Marder eine zusätzliche „Wohngelegenheit“ im Freien bieten, verringert sich die Chance, dass er sich ich Ihrem Haus niederlässt. Dies können Holzstösse mit Höhlungen sein oder selbst erbaute Marderhäuschen (ohne Imprägnierungs-und Anstrichmittel).

Der Garten ist grundsätzlich schwierig vor dem Marder zu schützen. Es gilt hier, dem Tier gegenüber tolerant zu sein. Ein gedeckter Komposthaufen, keine offenen Futterteller für Haustiere und das Auflesen des Fallobstes ver-mindern zudem die Attraktivität des Gartens als Futterplatz.

Schutz vor Mardern im Hühnerstall

...im Hühnerstall

Im Hühnerstall sucht der Marder vor allem Eier, eine nährreiche, handliche und lagerfähige Nahrung. Tatsächlich sind Marder geschickt genug, ein Ei über weite Strecken im Maul zu transportieren, ohne es dabei zu beschädigen. In einem Nahrungsdepot kann der Marder auf diese Weise Dutzende von Eiern horten.Normalerweise geschieht bei einem nächtlichen Besuch eines Marders im Hühnerstall nicht viel ,es sei denn, ein Huhn erschrickt, reagiert hysterisch und versetzt damit den ganzen Stall in Aufruhr. Dann beisst der Marder zu, beinahe hilflos inmitten dieses Hühner-Pulks, schnappt vom Instinkt getrieben nach allem, was sich bewegt. Ein gut gesicherter Hühnerstall ist deshalb der beste Schutz für Hühner und Eier.

Schutz vor Mardern in Autos

...in Autos

Marder lieben dunkle, warme und trockene Plätze. Deswegen wecken insbesondere Motorräume ihr Interesse. Das Mardermännchen nimmt das neue Domizil in Besitz und hinterlässt Duftspuren. Verlässt das Fahrzeug seinen Standort und wird im Revier eines anderen Männchens geparkt, ist die Gefahr gross, dass ein anderes Männchen dadurch angelockt wird und aufs äusserste gereizt, die Duftspuren seines Rivalen zu beseitigen versucht. Dann ist vor seinen scharfen Zähnen nichts mehr sicher.Dieses Phänomen wurde erstmals 1978 in Winterthur beobachtet. Es häuften sich damals Anzeigen gegen Unbekannt wegen beschädigter Autos. Die Überwachung des Tatortes durch die Polizei ergab einen eindeutigen Täter: Es handelte sich um Steinmarder. Schon bald breiteten sich solche Schäden auch in andere europäische Städte aus.

Weitaus die meisten Marderschäden an Autos fallen im Frühling an, wenn die Jungtiere ihren Lebensraum erkunden. Zu diesen Lebensräumen können auch Motorräume gehören, die sie spielerisch und mit Zähnen und Krallen entdecken.

Quelle: www.oeko-forum.ch/downloads/Marder.pdf


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